30 Jahre Mobile Jugendarbeit: Ein Fest für die Jugend in Wien

Ein Jubiläum, das gefeiert werden muss!

Am 30. Mai 2026 war es soweit: Die Mobile Jugendarbeit Back on Stage 16/17 feierte ihr 30-jähriges Bestehen. Ein Ereignis, das nicht nur für die Jugend von Ottakring und Hernals von Bedeutung ist, sondern für ganz Wien. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Einrichtung, die seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Wiener Jugendkultur ist? Lassen Sie uns eintauchen in die Welt von BoS16/17 und entdecken, warum diese Institution so wichtig für die Stadt ist.

Was ist Mobile Jugendarbeit?

Mobile Jugendarbeit ist ein Konzept, das darauf abzielt, Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sich tatsächlich aufhalten: auf der Straße, in Parks oder an öffentlichen Plätzen. Anstatt darauf zu warten, dass junge Menschen in ein Jugendzentrum kommen, suchen die Jugendarbeiter*innen den direkten Kontakt. Diese Form der Jugendarbeit ist besonders niederschwellig, was bedeutet, dass keine großen Hürden überwunden werden müssen, um Unterstützung zu erhalten.

Die Geschichte von Back on Stage 16/17

Vor 30 Jahren wurde Back on Stage 16/17 gegründet, um den Jugendlichen in den Bezirken Ottakring und Hernals eine Anlaufstelle zu bieten. In den Anfangsjahren war die Arbeit stark geprägt von der aufsuchenden Jugendarbeit, bei der die Mitarbeiter*innen direkt in den belebten Straßen und Plätzen unterwegs waren. Im Laufe der Jahre hat sich die Einrichtung stetig weiterentwickelt und bietet heute eine Vielzahl von Angeboten, die von Beratungen über kreative Workshops bis hin zu sportlichen Aktivitäten reichen.

Ein Meilenstein: Das Straßenkunstfest

Das jährliche Straßenkunstfest am Yppenplatz ist ein Highlight im Kalender von BoS16/17. Seit über zehn Jahren zieht die Veranstaltung Jugendliche aus ganz Wien an. In diesem Jahr stand das Fest ganz im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums, was es zu einem ganz besonderen Event machte. Die Besucher*innen konnten sich auf ein buntes Programm freuen, das von sportlichen Wettbewerben bis hin zu musikalischen Auftritten reichte.

Die Bedeutung für die Jugend

Einrichtungen wie BoS16/17 sind für viele Jugendliche ein wichtiger Ankerpunkt in ihrem Alltag. Sie bieten nicht nur eine Möglichkeit, sich zu treffen und auszutauschen, sondern sind auch ein Ort, an dem sie ernst genommen werden und Unterstützung erhalten. Der 28-jährige Ufuk, ein ehemaliger Besucher, beschreibt es treffend: „Die Jugendarbeiter*innen haben Talente in uns gesehen, bevor wir sie selbst sehen konnten.“

Ein Ort der Chancen

Die Anlaufstelle in der Hernalser Hauptstraße bietet auf 250m² alles, was das Herz begehrt: Beratungsräume, eine Küche für gemeinsame Kochaktionen, einen Gaming-Room und sogar ein professionelles Tonstudio. Hier können Jugendliche ihre Kreativität ausleben, neue Fähigkeiten erlernen und ihre Freizeit sinnvoll gestalten.

Politische Unterstützung und Anerkennung

Die Bedeutung der Mobilen Jugendarbeit wird auch von der Politik anerkannt. Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Bettina Emmerling betonte in ihrer Rede beim Jubiläum die Wichtigkeit solcher Einrichtungen: „Die Jugendarbeiter*innen sind dort unterwegs, wo junge Menschen sich gerne aufhalten, und bieten ihnen damit eine weitere niederschwellige Anlaufstelle für ihre Themen.“

Ein Fest mit Herz und Seele

Das Jubiläumsfest war nicht nur eine Feier, sondern auch eine Demonstration dessen, was BoS16/17 ausmacht: Gemeinschaft, Kreativität und Engagement. Die Jugendlichen konnten sich in verschiedenen Bereichen ausprobieren, sei es beim Graffiti-Sprayen oder auf der Bühne als Musiker*innen. Besonders der Auftritt der Rapperin Sara aka Meduzza, die durch BoS16/17 zur Musik gefunden hat, war ein Höhepunkt des Tages.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zukunft von BoS16/17 sieht vielversprechend aus. Die Einrichtung plant, ihr Angebot weiter auszubauen und noch mehr Jugendliche zu erreichen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der digitalen Medienbildung, um junge Menschen im kompetenten Umgang mit modernen Medien zu unterstützen. Die kontinuierliche Beziehungsarbeit bleibt dabei das Fundament der Arbeit, wie Manuela Smertnik, Geschäftsführerin der Jugendzentren, betont.

Fazit: Ein unverzichtbarer Teil Wiens

Back on Stage 16/17 ist mehr als nur eine Jugendeinrichtung. Es ist ein Ort der Begegnung, der Chancen und der Entwicklung. Ein Ort, an dem Jugendliche gehört und ernst genommen werden. Das 30-jährige Jubiläum hat gezeigt, wie wichtig und nachhaltig die Arbeit von BoS16/17 ist – und dass sie auch in Zukunft unverzichtbar für die Jugend Wiens bleibt.

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