KinderuniWien 2026: Das Spektakel der kleinen Forscher erobert Wien!

Wissenschaft im Kinderformat: Die KinderuniWien öffnet erneut ihre Tore

Wien steht Kopf, denn die Hörsäle der Stadt gehören wieder den Jüngsten: Über 4.000 wissbegierige Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren strömen in den kommenden zwei Wochen in die Universitäten und Hochschulen Wiens. Die 24. KinderuniWien hat begonnen, eine der bedeutendsten Bildungsinitiativen Europas, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, universitäres Wissen kindgerecht zu vermitteln. Die kleinen Studierenden programmieren Roboter, entdecken die Welt der Mikroben, erforschen Schwarze Löcher und diskutieren mit über 600 Wissenschaftlern über aktuelle Fragen aus Forschung und Gesellschaft.

Eine Reise in die Welt der Mikroben

Der Startschuss fiel am 13. Juli mit der Eröffnungsvorlesung „Mikroben – klein, aber oho!“. Die Wissenschaftler Michael Wagner von der Universität Wien und Angela Sessitsch vom AIT führten die jungen Zuhörer in die faszinierende Welt der Mikroben ein. Mikroben sind winzige Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, aber eine entscheidende Rolle in der Natur spielen. Sie helfen bei der Verdauung, stärken das Immunsystem, halten Böden fruchtbar und beeinflussen sogar das Klima.

„Die Bedeutung von Mikroben wird oft unterschätzt, obwohl sie das Fundament unseres Ökosystems bilden“, erklärte Michael Wagner. „Indem wir Kindern dieses Wissen vermitteln, fördern wir ein tieferes Verständnis für die Umwelt und ihre komplexen Zusammenhänge.“

Die KinderuniWien: Ein Erfolgsmodell mit Tradition

Seit 20 Jahren bringt das Kinder- und Jugendbüro der Universität Wien mit Initiativen wie der KinderuniWien Kinder mit Wissenschaft in Kontakt. Die Geschäftsführerin des Büros, Karoline Iber, betont: „Wer früh erlebt, wie spannend es ist, Fragen zu stellen, kritisch zu denken und Zusammenhänge zu verstehen, kann Ideen und Visionen entwickeln, die weit über den Hörsaal hinausreichen. Genau darin liegt die Zukunftskraft der Kinderuni.“

Bis zum 25. Juli verwandelt sich Wien erneut in einen Campus für junge Wissenshungrige. Rund 4.000 Kinder besuchen Vorlesungen, stellen Fragen und diskutieren mit Forschenden von sechs Universitäten, einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften und zwei Forschungseinrichtungen.

Einzigartige universitätsübergreifende Zusammenarbeit

„Es freut mich besonders, dass sich eine Initiative, die an der Universität Wien ihren Anfang genommen hat, zu einer einzigartigen universitätsübergreifenden Erfolgsgeschichte entwickelt hat“, so Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien. Die KinderuniWien ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was durch Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg entstehen kann.

Zukunftskompetenzen für eine Welt im Wandel

Die KinderuniWien feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen des Kinder- und Jugendbüros der Universität Wien. Mit der KinderuniWien und weiteren Bildungsangeboten hat das Büro in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 200.000 Kinder und Jugendliche erreicht. Die zentrale Idee bleibt: Neugier wecken und Wissenschaft erlebbar machen.

Das diesjährige Programm umfasst rund 370 Lehrveranstaltungen, die von etwa 600 Wissenschaftlern gestaltet werden. Diese geben Einblicke in aktuelle Forschungsfelder – von Klimaforschung und Nachhaltigkeit über Medizin und Tiergesundheit bis hin zu Demokratie, Technik, Wirtschaft und Recht.

Technologie trifft auf kindliche Neugier

Besonders gefragt sind heuer Zukunftstechnologien: Die Kinder bauen eigene Roboter, setzen sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) auseinander, programmieren oder erforschen die Grundlagen von Algorithmen. Gleichzeitig lernen sie, warum Viren auch nützlich sein können, wie Schwarze Löcher entstehen oder was Wölfe, Eulen und das Immunsystem über unsere Welt erzählen.

Ein weiterer Programmschwerpunkt ist die Erinnerungskultur. In Vorlesungen und Workshops setzen sich die Kinder altersgerecht mit Geschichte und Demokratie auseinander und denken darüber nach, welche Bedeutung Erinnern für Gegenwart und Zukunft hat.

„Bildung eröffnet Chancen – und Finanzbildung ist ein wichtiger Teil davon“, betont Enver Sirucic, CFO der BAWAG. „Die KinderuniWien schafft einen Raum, in dem Kinder ihre Neugier entfalten und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können. Dass dabei besonders auch Kinder erreicht werden, die es im Leben nicht immer leicht haben, macht dieses Engagement für uns so wertvoll.“

Ein Fest der jungen Forscher

Den feierlichen Abschluss bildet am 25. Juli die traditionelle Sponsion im Großen Festsaal der Universität Wien. Dort erhalten die jungen Absolventen ihre Urkunden und feiern ihren erfolgreichen „Studienabschluss“, um im Anschluss mit vielen neuen Perspektiven nach Hause zu gehen.

Unterstützung von allen Seiten

Die KinderuniWien wird gefördert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der von OeAD koordinierten Förderinitiative für Kinder- und Jugenduniversitäten sowie von der Stadt Wien. Zahlreiche Kooperationspartner unterstützen die Initiative, darunter die BAWAG Group, Altstoff Recycling Austria (ARA) und die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

„Diese breite Unterstützung zeigt, wie wichtig die Förderung von Bildung und Wissenschaft für die Zukunft unserer Gesellschaft ist“, so Karoline Iber. „Wir danken allen Partnern, die dazu beitragen, dass die KinderuniWien Jahr für Jahr stattfinden kann.“

Ein Blick in die Zukunft

Die KinderuniWien ist ein Modellprojekt, das auch in anderen Bundesländern Schule machen könnte. Die Idee, Kinder frühzeitig mit Wissenschaft in Kontakt zu bringen, könnte in ganz Österreich umgesetzt werden, um die nächste Generation von Forschern, Ingenieuren und Denkern zu inspirieren.

„Wir müssen in die Bildung unserer Kinder investieren, um die Herausforderungen von morgen meistern zu können“, erklärt Bildungsforscherin Dr. Maria Huber. „Die KinderuniWien ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bildungssysteme innovativ und zukunftsorientiert gestaltet werden können.“

Die KinderuniWien 2026 ist nicht nur ein Fest für die Kinder, sondern auch ein Zeichen dafür, dass Bildung und Wissenschaft in Österreich einen hohen Stellenwert haben. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Erfolgsmodell noch viele Jahre fortgeführt und weiter ausgebaut wird.

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