ÖGB-Kemperle: „Pensionsdebatte braucht Fakten statt Panikmache“

Wien (OTS) – Die Vorsitzende der ÖGB-Pensionist:innen, Monika
Kemperle , fordert
wie der Seniorenrat in seiner heutigen Pressekonferenz eine sachliche
Debatte über die Zukunft des österreichischen Pensionssystems.

„Wer seriös über Pensionen diskutieren will, muss die Fakten auf
den Tisch legen, statt mit alarmierenden Zahlen Verunsicherung zu
erzeugen“, betont Kemperle.

Pensionskosten transparent und korrekt darstellen

Die ÖGB-Pensionist:innen teilen die Forderung des Seniorenrats,
die Pensionskosten transparent und differenziert darzustellen.
Unterschiedliche Ausgabenbereiche wie Pensionen, Beamtenpensionen,
Pflegegeld und weitere sozialpolitische Leistungen dürften in der
Diskussion nicht pauschal vermischt werden.

„Kostenwahrheit bedeutet, klar zu kommunizieren, wofür
öffentliche Mittel tatsächlich verwendet werden. Nur so können die
Menschen nachvollziehen, wie unser Pensionssystem finanziert wird“,
so Kemperle.

Finanzierung der Pensionen hängt von Beschäftigung ab

Zugleich warnt die Vorsitzende der ÖGB-Pensionist:innen vor
voreiligen Schlussfolgerungen aus der demografischen Entwicklung.

„Die langfristigen Prognosen zeigen keinen Kollaps des
Pensionssystems. Entscheidend für die Finanzierung sind
Beschäftigung, gute Einkommen und ausreichende Beitragszahlungen.“

Für die Zukunft der Pensionen sei vor allem wichtig, dass
möglichst viele Menschen in guter Beschäftigung stehen und faire
Löhne erhalten.

Fairer Arbeitsmarkt statt höherem Pensionsalter

Statt ständig über ein höheres Pensionsantrittsalter zu
diskutieren, müsse die Politik die Voraussetzungen schaffen, damit
Menschen gesund bis zum Pensionsantritt arbeiten können.

„Wer längeres Arbeiten fordert, muss zuerst für alterns- und
altersgerechte Arbeitsplätze, Weiterbildung, Gesundheitsvorsorge und
einen wirksamen Kampf gegen Altersdiskriminierung sorgen“, fordert
Kemperle.

Öffentliches Pensionssystem sichern

„Unser Ziel ist ein starkes, verlässliches und solidarisches
öffentliches Pensionssystem. Dafür braucht es Fakten, Transparenz und
Lösungen am Arbeitsmarkt statt Pensionsmythen“, so Kemperle.

Der ÖGB fordert:

– Keine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters

– Mehr Chancen für Frauen 50+ am Arbeitsmarkt

– Mehr alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze

– Stärkung des öffentlichen Pensionssystems

– Bonus-Malus-System für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer:innen

– Vermögensbezogene Steuern statt Belastungen für Arbeitnehmer:innen
und Pensionist:innen

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
www.oegb.at

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