FPÖ – Kaniak: „Lange Wartezeiten bei Kassenärzten sind ein Alarmsignal für das Gesundheitssystem!“

Wien (OTS) – Die heute vorgestellte „Kassenarzt-Wartezeiten-Studie
2026“ sei ein
„alarmierendes Zeugnis für die verfehlte Gesundheitspolitik der
aktuellen und der letzten Regierung“, kommentierte heute der
freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des
parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak
die aktuellen Zahlen. Dass die Wartezeiten in acht von 14
Fachrichtungen weiter angestiegen sind, zeige eine klare
Fehlentwicklung. „Die Entwicklung hin zu einer Zwei-Klassen-Medizin
schreitet unaufhaltsam voran. Wer es sich leisten kann, weicht auf
den Wahlarztsektor aus, während Kassenpatienten mit immer längeren
Wartezeiten konfrontiert sind. Das ist eine bedenkliche Entwicklung,
die das Solidarprinzip unseres Gesundheitssystems untergräbt!“

Für Kaniak seien die Ergebnisse ein klarer Handlungsauftrag an
die Politik. „Wenn Patienten auf wichtige Facharzttermine wochen-
oder monatelang warten müssen, ist das ein echtes Gesundheitsrisiko.
Verzögerte Diagnosen können gravierende Folgen haben. Die Regierung
nimmt diese Entwicklung offenbar achselzuckend zur Kenntnis, anstatt
entschlossen gegenzusteuern“, so Kaniak. Die Studie belege, dass die
bisherigen Maßnahmen von Schwarz, Rot, Grün und Pink mitsamt den
Sozialversicherungen bei Weitem nicht ausreichen, um die Versorgung
der Bevölkerung sicherzustellen.

Kritisch sieht der freiheitliche Gesundheitssprecher auch die
großen regionalen Unterschiede. „Anstatt die Mittel dort zu
investieren, wo sie am dringendsten gebraucht werden, nämlich bei der
Stärkung der kassenärztlichen Versorgung, werden falsche Prioritäten
gesetzt. Die enormen regionalen Unterschiede bei den Wartezeiten sind
ein klares Indiz dafür, dass eine übergeordnete, bundesweite
Strategie fehlt. Es kann nicht sein, dass der Wohnort darüber
entscheidet, wie schnell man medizinische Hilfe bekommt“, erklärte
Kaniak, der beispielhaft darauf hinwies, dass es in vielen ländlichen
Bereichen überhaupt keine nächtliche zahnärztliche Notversorgung
gebe. „Da müssen Patienten mit starken Schmerzen mitten in der Nacht
mit dem PKW selbstständig etwa nach Wien fahren, um eine Behandlung
bekommen zu können.“

„Wir fordern ein klares Bekenntnis zur Stärkung des öffentlichen
Gesundheitssystems. Es braucht eine Neuordnung unter Einbringung
aller verfügbaren Kapazitäten, um einen flächendeckenden Zugang zur
Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können. Die aktuelle Politik
der kleinen Schritte und leeren Versprechungen führt in eine
Sackgasse. Hier hilft auch keine Flickschusterei mehr, sondern nur
noch ein ganzheitlicher Systemwechsel. Es ist höchste Zeit, dass die
Gesundheitspolitik den Patienten und seine Bedürfnisse wieder in den
Mittelpunkt stellt“, stellte Kaniak klar.

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