Wien (OTS) – Dieter Bornemann präsentiert am Donnerstag, dem 17.
September 2026,
um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ein „Eco Spezial“ zum Thema
„Möbel, Macht, Milliarden – das XXXL-Imperium“:
Der Möbelhändler XXXLutz ist vom kleinen Familienbetrieb zu einem
Giganten der Branche aufgestiegen, und der Hunger nach mehr scheint
ungebrochen. Längst ist XXXLutz in Österreich die Nummer eins, doch
der Welser Konzern hat sich auch in Europa ausgebreitet. In den
vergangenen Jahren hat er einen Konkurrenten nach dem anderen
aufgekauft. Zur Lutz-Gruppe zählen mittlerweile rund 400 Filialen in
ganz Europa mit fast 30.000 Mitarbeitenden. Damit ist XXXLutz nach
IKEA der zweitgrößte Möbelhändler des Kontinents.
Das österreichische Traditionsunternehmen spielt auf der
internationalen Bühne mit den Großen mit. Gleichzeitig zählt XXXLutz
in vielen Bezirken Österreichs zu den wichtigsten Arbeitgebern und
Lehrlingsausbildern. Der Einfluss von XXXLutz ist groß – seine
Dominanz genauso: Das spüren Konsumenten wie Hersteller. Während sich
Konsumenten über Schnäppchen und Rabatte freuen, trauen sich
Lieferanten nur hinter vorgehaltener Hand Kritik zu äußern: Sie
beklagen, dass sie in Preisverhandlungen die Marktmacht des Imperiums
zu spüren bekommen.
Aktuell steht XXXLutz vor der nächsten riesigen Übernahme: Der
sechstgrößte deutsche Möbelhändler Porta mit rund 140 Filialen soll
auch bald zum Lutz-Imperium gehören. Doch nun hat die EU-Kommission
den oberösterreichischen Möbelriesen im Visier. Der Vorwurf: Lutz
könnte bereits vor der genehmigten Übernahme Einfluss auf die
Geschäfte der Porta-Gruppe genommen haben und das würde gegen das
europäische Wettbewerbsrecht verstoßen. Droht Lutz nun erstmals ein
herber Rückschlag und eine empfindliche Geldstrafe? Der Konzern zeigt
sich von den Vorwürfen überrascht, dementiert und will an der
Übernahme festhalten.
Doch woher kommen eigentlich die Milliardenbeträge für die große
Einkaufstour des Möbelkonzerns? Darüber spricht das Unternehmen nicht
gerne. Die Eigentümer – Nachkommen von Firmengründerin Gertrude Lutz
– halten sich generell diskret im Hintergrund. Fragen nach
Eigentumsverhältnissen, Firmenstruktur und Finanzen werden – wenn
überhaupt – nur äußerst zurückhaltend beantwortet. Ein von Max
Nicholls und Johannes Schwitzer-Fürnsinn gestaltetes „Eco Spezial“
über das verschwiegene XXXLutz-Imperium.