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Figl/Mahrer: Eine Theaterlegende von internationalem Rang verlässt die Bühne des Lebens

Wien (OTS) – „Mit dem Tod von Claus Peymann verliert die
deutschsprachige
Theaterwelt eine ihrer schillerndsten und einflussreichsten
Persönlichkeiten. Über Jahrzehnte hinweg hat er mit seiner
Leidenschaft, seinem Mut und seiner künstlerischen Radikalität das
Burgtheater und das kulturelle Leben Wiens entscheidend
mitgestaltet“, zeigen sich Markus Figl, geschäftsführender
Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei und Bezirksvorsteher der
Inneren Stadt, sowie Gemeinderat Karl Mahrer, Kultursprecher der
Wiener Volkspartei, tief betroffen.

Claus Peymann war von 1986 bis 1999 Direktor des Wiener
Burgtheaters – eine Ära, die von zahlreichen Uraufführungen,
künstlerischen Grenzgängen und intensiven kulturpolitischen
Auseinandersetzungen geprägt war. Mit Inszenierungen wie Heldenplatz
von Thomas Bernhard oder Richard III mit Gert Voss prägte er das
Selbstverständnis des Hauses – und wurde selbst Teil der
österreichischen Theatergeschichte.

„Peymann war unbequem, kompromisslos und leidenschaftlich – ein
Theatermacher im besten Sinne, der das Burgtheater als Bühne
gesellschaftlicher Reflexion verstand. Seine Zusammenarbeit mit
Autoren wie Bernhard, Handke und Jelinek hat Werke hervorgebracht,
die bis heute nachwirken“, so Figl.

Auch Mahrer betont die kulturpolitische Bedeutung von Peymanns
Schaffen: „Claus Peymann war nicht nur ein Ausnahmeregisseur, sondern
auch ein unermüdlicher Mahner für die Freiheit der Kunst. Seine
Arbeit hat weit über das Theater hinaus gewirkt – als kultureller
Impulsgeber, als Kritiker und als kreativer Visionär.“

Ob ,Richard III‘, ,Raststätte oder sie machens alle‘ oder
,Heldenplatz‘ – Peymanns Inszenierungen provozierten, polarisierten
und begeisterten. Sein letzter Wiener Bühnenauftritt 2023 mit ,Warten
auf Godot‘ am Theater in der Josefstadt war ein leiser, aber
kraftvoller Abschied von einer Stadt, die er so oft zum Nachdenken
brachte.

„Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den
Angehörigen, Weggefährten und Freunden von Claus Peymann“, so Figl
und Mahrer abschließend.

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