Sankt Pölten (OTS) – „Es ist ein unnötiges Prestigeprojekt der
ehemaligen Ministerin und
Umwelt-Aktivistin Gewessler, welches eine Belastung in mehrerlei
Hinsicht für die österreichische Bevölkerung und die heimische
Wirtschaft darstellt. Wie immer bei wirtschaftsfeindlichen Projekten
dabei: Die Bundes-ÖVP“, kritisierte FPÖ Niederösterreich
Konsumentenschutzsprecher LAbg. Peter Gerstner am Donnerstag im
Rahmen der Pressekonferenz „System Pfand ist nur eine Schand“ in St.
Pölten.
Denn ob Konsumenten, Kleinunternehmer, Pensionisten oder Familien
– für die Landsleute mache das Pfand in erster Linie den Einkauf und
somit das tägliche Leben teurer und unbequem. „25 Cent pro Gebinde.
Am Monatsende, wo einige Familien jeden Euro konsequent planen
müssen, ist es eben nicht egal, ob die 24er-Palette Getränke 6 Euro
mehr kostet oder nicht. Oder lagern Sie mal im Hochsommer 50 Zwei-
Liter-Flaschen und 50 Dosen in einer 40-Quadratmeter-Wohnung“, führte
Gerstner zwei große Nachteile – Teuerung und Lagerung – aus.
Oder ein (un)-praktisches Beispiel von einem Feuerwehrfest im
Bezirk Gänserndorf im Juli: „Zwei Verantwortliche der Feuerwehr
wanderten nach dem erfolgreichen Fest mit fünf Riesensäcken, gefüllt
mit rund 500 Gebinde und Einweghandschuhen bewaffnet, zur
Rücknahmestelle und brauchten gut eine Stunde, bis sie den Bon mit
rund 120 Euro in Händen hielten. Eine Freiwillige Feuerwehr kann
übrigens, so wie viele Vereine, Institutionen, nicht so einfach auf
120 Euro verzichten.“ Warteschlangen stünden an der Tagesordnung.
„Weil manche großen Supermärkte nur einen einzigen Automaten haben.
Dann ist wieder der Behälter voll, muss entleert werden – das alles
kostet Zeit und Nerven“, so Gerstner. Und: Nicht mobile, gebrechliche
oder Menschen mit Behinderungen sind noch stärker benachteiligt.
Nächster Kritikpunkt: Pfandschlupf. „Ein fettes Körberlgeld für
die Konzerne, die Millionen einstreifen. Aber natürlich wird die ,EWP
Recycling Pfand Austria‘ von Topmanagern großer Unternehmen (wie
Hofer, Coca Cola, Rewe) kontrolliert – und die tatsächlichen Kosten
bleiben bei den Landsleuten, Pensionisten, Kunden, Familien,
Arbeitern und Kleinbetrieben hängen. Die Eigentümerstrukturen und
Entscheidungswege der EWP sind nicht wirklich nachvollziehbar“,
meinte Gerstner.
Österreich habe übrigens schon vor Einführung des Pfandsystems
eine hohe Recyclingquote mit rund 60 Prozent gehabt. „Der Gelbe Sack
hat funktioniert, am Land perfekt, in den Bundesländern reibungslos –
einzig Wien erfüllte die Quote nicht. Und deshalb führte die
Bundesregierung ein zweites Parallelsystem ein, wo die Bürger derzeit
ganz andere Sorgen, wie Teuerung, Asylchaos, importierte Gewalt,
Bildungskrise etc., haben.“
Der Umsatzverlust der ARA (Altstoff Recycling Austria) führte
zudem bereits zu einer Entsorgungsgebühr-Erhöhung bei Kunststoff (15
%), für Metall sogar 50 Prozent.
„Also in Summe: Ein kompletter Murks der Bundesregierung. Darum
startete die FPÖ auch die Petition www.flaschenpfand-stoppen.at “, so
Gerstner und fasste nochmals die Pfand-Nachteile zusammen:
–
Teuerung ohne Nutzen : Bis zu einigen Hundert Euro im Jahr
Mehrkosten für Familien.
–
Sozialer Rückschritt : Der Staat kürzt bei Familien, raubt unsere
Pensionisten aus, verschwendet aber Millionen für ein unnötiges
Pfandsystem.
–
Profit für Konzerne statt für Umwelt : Nicht eingelöste
Pfandgelder bleiben bei Rewe, Coca Cola, Rauch, etc.
–
Aufwändig, umständlich, fehleranfällig : Warteschlange, Dose
zerdrückt, Automat defekt, Bon verloren, bei Bon-Taste auf Spenden
gedrückt? Dann hat man als Kunde Pech.
–
Ungerechte Belastung des ländlichen Raumes : Wegen schlechter
Sammelquoten in Wien darf jetzt auch Kärnten, Tirol oder eben
Niederösterreich in den sauren Apfel beißen.
„Wir brauchen endlich wieder eine Politik mit Hausverstand für
die eigenen Landsleute und nicht eine Politik für Zuwanderer,
Ideologien und Günstlinge“, schloss Gerstner.