Kosmetik

Olympiaworld Innsbruck setzt ein starkes Zeichen im Bereich Barrierefreiheit

Innsbruck (OTS) – Einfach spontan ein Konzert genießen oder eine
Sportveranstaltung
besuchen – das ist für Menschen mit Behinderungen oft mit
Hindernissen verbunden. Es muss vorher recherchiert werden, ob der
Veranstaltungsort überhaupt zugänglich ist und das Event auch
barrierefrei verfolgt werden kann. Dabei geht es nicht nur um
Besucher:innen mit Rollstuhl, sondern auch um Menschen mit Seh- oder
Hörbehinderungen, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder chronischen
Erkrankungen. Aus Sicht des ÖZIV Tirol gibt es hinsichtlich
Barrierefreiheit immer noch Aufholbedarf bei vielen
Veranstaltungslocations. Das Thema ist daher auch wichtiger Teil des
Tiroler und Gemeinde Aktionsplan zur Umsetzung der UN-
Behindertenrechtskonvention in Tirol.

Zwtl.: Olympiaworld Innsbruck als Beispiel für gelungene
Barrierefreiheit im Eventbereich – 24 Maßnahmen zu mehr
Barrierefreiheit

Dass es auch für große Veranstaltungsorte möglich ist, für
Menschen mit Behinderungen einfach und barrierefreier zugänglich zu
sein, beweist die Olympiaworld Innsbruck. Ende 2023 wurde in enger
Zusammenarbeit mit Fachexperten der ÖZIV Tirol Beratungsstelle für
Barrierefreiheit, des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Tirol
sowie Sachverständigen ein erster Barrierecheck durchgeführt.
Aufbauend auf einem bereits guten Grundstandard wurden dabei
insgesamt 24 barrierefreie Maßnahmen definiert. Ein Großteil davon
wurde schon schrittweise in enger Abstimmung mit dem ÖZIV Tirol
umgesetzt oder befindet sich aktuell in Planung.

Die vielfältigen Maßnahmen reichen dabei von der Verlegung und
besseren Situierung der Rollstuhl-Besucher:innenplätze in der
Eishalle über ein barrierefreies Flucht- und Leitsystem inklusive
taktiler Beschilderungen und Anlaufschutz auf den Glasflächen bis hin
zum Ausbau induktiver Hörsysteme für Personen mit Hörbehinderungen.
Speziell beim Anschluss des Zugangsbereiches an das öffentliche
Blinden- und Leitsystem wurden auch Vertreter:innen des
Behindertenbeirates der Stadt Innsbruck miteinbezogen.

Bürgermeister Johannes Anzengruber ist überzeugt von dem
eingeschlagenen Weg: „ Inklusion und Barrierefreiheit werden in
Innsbruck groß geschrieben. Dank eines abgestimmten und überlegten
Konzeptes ist die Olympiaworld nun wesentlich barrierefreier
geworden. Westösterreichs größte Eventlocation stellt sich auch in
dieser Hinsicht zukunftsfit auf. Wichtig und positiv nicht nur für
Nutzer:innen mit Handicap, sondern genauso für ältere Menschen .“

„ Sport- und Veranstaltungsstätten für alle zugänglich zu machen
– das ist ein unentbehrlicher Beitrag zu Teilhabe und Inklusion in
der so häufig als ‚Sportstadt‘ bezeichneten Stadt Innsbruck. Die
Verbesserungen sind für so viele entscheidend: für sportlich aktive
Personen, Trainer:innen, Begleitpersonen, Mitarbeitende, Fans und
generell das Publikum von Veranstaltungen. Es ist hoch an der Zeit,
sämtliche Aktivitäten in unserer Stadt inklusiv zu denken und
inklusiv zu gestalten “, betont die für den Behindertenbeirat der
Stadt Innsbruck zuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr und
bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, die diese Schritte
zu mehr Barrierefreiheit gemeinsam ermöglicht haben und auch künftig
weiter vorantreiben.

Für Olympiaworld-Geschäftsführer Matthias Schipflinger sind die
umgesetzten und weitere geplante Investitionen wichtig und auch
zukunftsorientiert: „ Als modernes Veranstaltungszentrum mit
internationaler Ausrichtung ist es für uns eine Herzensangelegenheit,
Events für alle Menschen zugänglich zu machen und Barrieren
abzubauen. Das Access Statement soll Hemmschwellen für einen
Veranstaltungsbesuch reduzieren und zukünftig laufend erweitert
werden „, so die Botschaft aus der Olympiaworld.

Für ÖZIV Tirol Vorstandsmitglied und Sachverständigen für
Barrierefreiheit Bernold Dörrer und ÖZIV Sachverständigen und
Fachberater Gerhard Wieser zeigen sich in der engen Zusammenarbeit
und Abstimmung mit den Verantwortlichen viele Vorteile: „ Nicht nur
die Maßnahmen selbst, sondern ein dadurch auch umfassenderes
Verständnis für Barrierefreiheit wird eine hochrangige Eventlocation
wie die Olympiaworld auch in diesem Bereich zukunftsfit machen.
Immerhin sprechen wir auch allein durch die wachsende Zahl älterer
Menschen von einer immer größeren Nutzer:innengruppe für
Barrierefreiheit – dabei sind es nicht immer nur die teureren
baulichen Adaptierungen, die hier Verbesserungen bringen, sondern oft
auch einfache gestalterische oder organisatorische Maßnahmen. Das
kann auch für kleinere Veranstalter:innen ein Anreiz für einen
Barriere-Check sein “, möchte der ÖZIV Tirol betonen.

Zwtl.: Access Statement beschreibt, was barrierefrei ist

Nicht nur eine Verbesserung der Barrierefreiheit selbst ist für
ein Veranstaltungszentrum wichtig, sondern auch seine Information
dazu für potentielle Besucher:innen mit Behinderungen nach außen zu
tragen. Dazu wurde mit Unterstützung des ÖZIV Tirol ein sogenanntes
„Access Statement“ erstellt, dass ab nun auf der Homepage der
Olympiaworld auffindbar ist, auch als barrierefreies PDF und in einer
Version in leichter Sprache .

Es beschreibt anhand des Konzeptes der barrierefreien
Servicekette den Grad der Barrierefreiheit entlang allen wichtigsten
Bereichen: von der Anreise zu über die Verfügbarkeit von
barrierefreien Eingängen und Toiletten, bis hin zu dem Vorhandensein
von Kommunikationsunterstützung, Serviceleistungen und
Kontaktinformationen. Dabei ist es immer auch wichtig darzustellen,
was noch nicht umfassend barrierefrei ist bzw. erst in Planung ist.

Datenschutzinfo