Kosmetik

ÖGB: Hitze am Arbeitsplatz wird zur Gesundheitsgefahr

Wien (OTS) – Mit Temperaturen von bis zu 35 Grad in den kommenden
Tagen steigt die
Belastung für Arbeitnehmer:innen, die in Innenräumen tätig sind,
massiv. Der ÖGB fordert deshalb raschere und wirksamere Maßnahmen zum
Schutz vor Hitze in Innenräumen.

„Hitze ist kein reines Komfortproblem, sondern eine ernsthafte
Gesundheitsgefahr. Hohe Temperaturen beeinträchtigen Konzentration,
Reaktionsfähigkeit und Leistungsfähigkeit und erhöhen gleichzeitig
das Unfallrisiko. Beschäftigte dürfen mit diesen Belastungen nicht
allein gelassen werden“, sagt Dinah Djalinous-Glatz, Expertin für
Arbeitnehmer:innenschutz im ÖGB.

Große ÖGB-Umfrage zu Hitzebelastung am Arbeitsplatz

Um zu erheben, wie stark Beschäftigte unter der Gluthitze an
ihren Arbeitsplätzen leiden, startet der ÖGB unter oegb.at/hitze-
umfrage eine große Befragung. Beschäftigte aller Branchen sind
eingeladen, sich zu beteiligen.

„Wir wollen wissen, wie stark die Beschäftigten von Hitze
betroffen sind und wo die größten Probleme liegen. Die Ergebnisse
werden zeigen, wo dringend gehandelt werden muss und welche Maßnahmen
Arbeitnehmer:innen tatsächlich brauchen“, betont Djalinous-Glatz.

Die Expertin erinnert daran, dass bereits ab 30 Grad
Reaktionsgeschwindigkeit und Koordinationsfähigkeit um ein Viertel
sinken. Bei 32,5 Grad steigt die Unfallgefahr um sechs Prozent, bei
35 Grad sind Leistungseinbußen von bis zu 50 Prozent zu erwarten.

„Mit der Hitzeschutzverordnung wurden im vergangenen Jahr
wichtige Verbesserungen für Arbeiten im Freien erreicht. Jetzt
braucht es den nächsten Schritt: einen wirksameren Schutz vor Hitze
in Innenräumen. Ob in Büros, Produktionsstätten oder Krankenhäusern –
die Temperaturen steigen auch dort auf gesundheitsgefährdende Werte.
Darunter leiden Beschäftigte und alle, die sich in diesen
Einrichtungen aufhalten“, so Djalinous-Glatz.

Über uns: Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt
rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit
seinen sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein. www.oegb.at

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