Wien (OTS) – Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
– Eröffnungstermin fixiert: Der neu gestaltete und erweiterte
Rundgang ist ab 19. November 2026 erstmals für die Öffentlichkeit
zugänglich.
– Deutliche Erweiterung: Die Ausstellungsfläche wächst um rund 700 m
2
– Zwölf neue Räume: Insgesamt werden 12 zusätzliche Räume , darunter
weitere Weißgoldzimmer der kaiserlichen Familie, erstmals in den
Rundgang durch das Sisi Museum integriert.
– Mehr Besucherkomfort & mehr Sicherheit: Neue Wegeführung, Garderobe
für persönliche Gegenstände, barrierefreier Zugang und optimierte
Infrastruktur steigern Sicherheit, Aufenthaltsqualität und
Orientierung.
– Wichtige Infrastrukturmaßnahmen: Integration zusätzlicher Räume
entlang der Schauflergasse sowie ein neues Stiegenhaus im
Marschallhof schaffen einen durchgängigen, barrierefreien Rundgang.
– Eigenfinanzierung: Die Schönbrunn Group trägt die Kosten
vollständig aus eigenen Erträgen – ohne Bundes- oder
Landesfördermittel .
– Investitionsstand: Bis dato wurden rund 14 Millionen Euro
investiert; die endgültigen Gesamtkosten stehen erst nach Abschluss
von Phase 2 fest.
Das Sisi Museum mit Kaiserappartements und Silberkammer zählt mit
rund einer Million Besucherinnen und Besuchern pro Jahr zu den
zentralen Touristenmagneten der Wiener Hofburg. Mit der aktuellen
Neugestaltung werden diese drei Bereiche räumlich und inhaltlich noch
stärker verzahnt. Das Projekt tritt nun in eine erste abschließende
Phase. Die Restaurierung der Räume ist abgeschlossen. In den
kommenden Monaten erfolgt die Einrichtung der Ausstellungsbereiche
sowie die Positionierung der Exponate. Mit dem 19. November 2026
steht nun auch der Termin fest, an dem der neu gestaltete Rundgang
erstmals zugänglich sein wird. Die Kosten der Neugestaltung werden
zur Gänze von der Schönbrunn Group aus eigenen Erträgen und ohne
Zuwendungen aus Bundes- oder Landesmitteln bestritten.
„ Mit der Neugestaltung schaffen wir ein zusammenhängendes
Museumserlebnis, das historische Räume der Hofburg neu erschließt und
die drei Bereiche Sisi Museum, Kaiserappartements und Silberkammer
enger miteinander verbindet “, sagt Klaus Panholzer, Geschäftsführer
der Schönbrunn Group. „ Der aktuelle Baufortschritt zeigt, dass sich
das Projekt auf der Zielgeraden befindet. Ab 19. November können sich
Besucherinnen und Besucher über ein deutlich erweitertes und modernes
Angebot freuen. Der erstmals mögliche Rundgang erreicht die zentralen
Ziele der Neustrukturierung: die Erhöhung der Sicherheit und die
Steigerung des Besucherkomforts. Die neue Garderobe für persönliche
Gegenstände ist ein weiterer wichtiger Schritt sowohl für die
Sicherheit der Ausstellungsräume als auch für die Aufenthaltsqualität
“.
„ Die umfangreichen Restaurierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen
sowie die Sicherstellung einer effizienten und zeitgemäßen Nutzung
mit erweitertem barrierefreiem Zugang in das Museum stellten hohe
fachliche Anforderungen an die Expertinnen und Experten “, ergänzt
Alexander Palma, Sektionschef für Kulturelles Erbe im
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. „ Als
Eigentümervertreter sehe ich es daher als starkes Signal, dass wir
dank der engen, konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten, das
von der Schönbrunn Group getragene Projekt planmäßig voranbringen und
erfolgreich zum Abschluss führen können . “
Die Neugestaltung rückt die Elisabeth-Sammlung der Schönbrunn
Group noch stärker in den Fokus. Die neu hinzugekommenen
Räumlichkeiten ermöglichen künftig nicht nur einen Rundgang durch das
Museum, sondern machen die Exponate aus dem Besitz und Umfeld
Elisabeths in neuem Kontext erlebbar.
„ Viele der neu präsentierten Stücke stammen – ebenso wie jene,
die bereits jetzt im Sisi Museum gezeigt werden – aus dem
persönlichen Besitz der Kaiserin. Diese Objekte erzählen nicht nur
vom höfischen Leben, sondern geben uns auch einen seltenen Einblick
in die private Welt Elisabeths. In der neugestalteten
Dauerausstellung werden die Besucherinnen und Besucher eine andere
Sicht auf Elisabeth kennenlernen. Unter den Ausstellungsobjekten
befinden sich auch viele Neuerwerbungen, auf die man schon sehr
gespannt sein kann “ , erklärt Michael Wohlfart, Kurator des Sisi
Museums, der auch mit der Erweiterung der Sammlung der Schönbrunn
Group betraut ist.
Zwtl.: Durchgängiger Rundgang
In den vergangenen Monaten lag der Schwerpunkt auf der baulichen
Fertigstellung der erweiterten Museumsbereiche sowie der Umsetzung
einer neuen Wegeführung. Durch die Integration zusätzlicher Räume
entlang der Schauflergasse wurde die Basis für einen durchgängigen
Rundgang für Besucherinnen und Besucher geschaffen. Ergänzend dazu
wurde mit dem neuen Stiegenhaus im Marschallhof eine zentrale
infrastrukturelle Maßnahme umgesetzt, die sowohl die interne
Erschließung verbessert als auch die barrierefreie Nutzung des
gesamten Rundgangs vereinfacht.
Mit dieser Erweiterung wächst die Gesamtfläche des Museums um rd.
700 m². Insgesamt wurden zwölf zusätzliche Räume in den Rundgang
durch das Sisi Museum integriert, die die Grundlage für eine
inhaltliche Neuausrichtung des Museums bilden. Ziel ist es, die
Lebenswelt von Kaiserin Elisabeth differenzierter darzustellen und
zugleich die Verbindung zu den Kaiserappartements und zur
Silberkammer stärker herauszuarbeiten.
Zwtl.: Weißgoldzimmer erstmals für Gäste zugänglich
Ein zentraler Bestandteil der Neugestaltung sind die sogenannten
Weißgoldzimmer. Fünf dieser barocken Räume aus der Zeit des Rokokos
wurden restauriert und erstmals in den Museumsrundgang integriert. Es
handelt sich um bislang nicht öffentlich zugängliche Räume mit
intimem Charakter, die der kaiserlichen Familie und ihrem Hofstaat
als Rückzugsorte dienten. Mit ihrer hochwertigen Ausstattung eröffnen
sie neue Einblicke in die höfische Wohnkultur und erweitern das
bisherige Besuchserlebnis wesentlich.
Derzeit präsentieren sich die Weißgoldzimmer – ebenso wie die
übrigen neuen Ausstellungsbereiche – in restaurierter Form, jedoch
noch ohne museale Ausstattung. Deren inhaltliche Bespielung erfolgt
in den kommenden Monaten. Dabei werden Vitrinen errichtet, die
Exponate darin platziert und die kuratorische Dramaturgie des
Rundgangs unter Berücksichtigung konservatorischer Anforderungen
fertiggestellt. „ Die neu hinzugekommenen Weißgoldzimmer werden das
Besuchserlebnis in besonderer Weise bereichern, da sie eine bislang
unbekannte und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Seite der Hofburg
zeigen “, sagt Anna Mader-Kratky, Leiterin der wissenschaftlichen
Abteilung der Schönbrunn Group. „ Die räumliche Erweiterung
ermöglicht es uns zudem, deutlich mehr Objekte aus der Sammlung der
Schönbrunn Group zu integrieren und neue inhaltliche Schwerpunkte zu
setzen. “
Parallel zur Erweiterung des Sisi Museums wird auch die
Silberkammer neugestaltet, in den Rundgang eingebunden und inhaltlich
weiterentwickelt. Als weltweit größte Sammlung höfischer Tafelkultur
wird sie nun als integraler Bestandteil des Gesamterlebnisses
positioniert. Die Sammlung der Bundesmobilienverwaltung umfasst nicht
nur wertvolles Porzellan und Kristallgläser, prunkvolle Tafelaufsätze
und -service, sondern auch einfaches Küchengeschirr aus Kupfer aus
den ehemaligen Hofküchen. Das beeindruckendste Exponat – der 30 Meter
lange „Mailänder Tafelaufsatz“, der zur Krönung Kaiser Ferdinands I.
zum König des lombardo-venetianischen Königreiches 1838 angefertigt
wurde – wird durch die neue Inszenierung modern und stilvoll in Szene
gesetzt. „ Mit dem Bewusstsein, dass wir unseren Besucherinnen und
Besuchern eine im internationalen Vergleich einzigartige Sammlung
näherbringen, haben wir mit dem neuen Gestaltungskonzept auf eine
ausgereifte moderne Museumstechnik gesetzt. Damit ermöglichen wir
ihnen einen innovativen Einstieg in die Themenwelt der höfischen
Tafelkultur sowie des kaiserlichen Tafelzeremoniells “, erklärt Alena
Skrabanek, Kuratorin der Silberkammer.
Zwtl.: Eigenfinanzierte Investition in das imperiale Erbe
Die Finanzierung des Projekts erfolgt vollständig durch die
Schönbrunn Group und damit aus selbst erwirtschafteten Mitteln. Damit
unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, zentrale Standorte des
imperialen Erbes eigenständig weiterzuentwickeln und langfristig zu
sichern. „ Mit der Neugestaltung des Sisi Museums setzen wir bewusst
einen weiteren Entwicklungsschritt für die Hofburg als einen der
wichtigsten Kulturstandorte Österreichs. Dass wir dieses Projekt aus
eigenen Mitteln realisieren, zeigt, wie sehr wir uns der nachhaltigen
Weiterentwicklung und Vermittlung des imperialen Erbes verpflichtet
fühlen “, sagt Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group.
„ Bis dato wurden rund 14 Millionen Euro investiert. Die
Gesamtkosten, sind abhängig von den Ergebnissen weiterer Befundungen
und stehen erst nach dem Ende von Phase 2 fest “ , so Panholzer
abschließend.
„ Es ist ein sehr herausforderndes Projekt, zumal wir
umfangreiche Restaurierungen und Umgestaltungen in historischen
Bereichen weitgehend im laufenden Betrieb durchführen “, sagt Herbert
Polsterer, stv. Direktor und Leiter der technischen Abteilung der
Schönbrunn Group. „ Das ist nur mit kompetenten und verlässlichen
Partnern – aber auch mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern –
möglich, denen unser Dank für die gute Zusammenarbeit gilt “.
Zwtl.: Zusammenarbeit als Grundlage des Projekterfolgs
Die bauliche Neugestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit
zentralen Partnerinstitutionen, insbesondere der Burghauptmannschaft
Österreich. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, bauliche,
denkmalpflegerische und kuratorische Anforderungen in einem sensiblen
historischen Umfeld miteinander zu verbinden und eine qualitätsvolle
Umsetzung sicherzustellen. „ Die Modernisierung des Sisi-Museums in
der Hofburg Wien stärkt nicht nur den volkswirtschaftlichen Nutzen
des Areals, sondern trägt auch zur nachhaltigen Entwicklung und
langfristigen baulichen Instandhaltung dieses baukulturellen Erbes
bei “, erklärt Burghauptmann Reinhold Sahl.
Mit der Eröffnung am 19.11.2026 wird der neu gestaltete Rundgang
erstmals zugänglich sein und ein zusammenhängendes Museumserlebnis
bieten, das historische Authentizität mit zeitgemäßer Vermittlung
verbindet.
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